Corynna Kilian – Shae’e

gemeinsames Singen
Seminare mit indianischem Hintergrund
Zeremonien für Mensch und Natur

musikalische Leitung für Trommelgruppen
Lehre und Navigationshilfe bei seelischen Themen

Über mich:

Einst träumte ich unter einem Baum die Buchstaben Shae’e. In der Sprache der Cheyenne ist es ein Name und bedeutet Schmetterling.
Bevor der Schmetterling das sein kann, was er ist, durchlebt er mehrere Stadien und verwandelt sich im Anschluß stets in etwas vollkommen Neues. Eine alte Hülle wird abgelegt. Täte er es nicht; würde sie ihn ersticken, am Leben hindern. Der Schmetterling weiß also viel über Transformationszeiten und Verwandlung und ist uns Menschen in diesen Dingen ein großer Lehrer.

In meinem Leben war ich wohl schon so manches Mal eingesponnen und eingepuppt, eine genüsslich fressende Raupe und ein fliegender bunter Schmetterling und immer wieder ging es von vorne los. Die Schmetterlingsnatur in mir ist leicht und bunt und fliegt gern zu den Blumen und Dingen, die ihre Neugier wecken. – Doch bin ich auch das Meer, die Sonne, die über den Himmel wandert, dunkelste Nacht, der Regen, der Wind, die Glitzerfunken im Schnee, schwere Erde und staubiger Sand, Birke, Eiche, der Spatz im Gebüsch, ein ganzer Delfin-Schwarm, ein Erdbeben, ein Grashalm… – und ich kenne mich noch längst nicht. 🙂

Ich mag die Stille und ich singe gern. Darin liegt kein Wiederspruch. Jeder Ton ist aus der Stille geboren und kehrt dahin zurück. Leise Töne können streicheln, aber sich auch aufbauen zu einem tosenden Spektakel. Die Stille ist essentiell, möchte man zum Kern der Dinge und zur eigenen Wahrheit.
Wut und den ‚Heiligen Zorn‘ mußte ich erst lernen. Es gibt einen Unterschied, ob ich in der Emotion bin oder das Leben, mein inneres Feuer, schütze. – In unserer Zeit haben wir gelernt, uns anzupassen, uns selbst klein zu halten, um dazu zu gehören. Jede Seele möchte aber vollkommen das SEIN, was sie ist und sich ausdehnen, größer werden. Durch diese Diskrepanz gibt es in vielen Menschen jede Menge blockierte Energie, die sich durch versteckte Aggressionen, Wut, Zorn und/ oder tiefe Trauer äußern und oft weiß ‚mensch‘ nicht, wo es herkommt. Damit kenne ich mich mittlerweile gut aus: Mir steht eine ganze Bandbreite von gelebter Zurückhaltung bis zu vulkanartigen Ausbrüchen  zur Verfügung und dieser Erfahrungs-Schatz ist ein wertvolles Fundament meiner Arbeit -> in Naturseminaren mit indianischem Hintergund und natürlich beim Singen -> siehe auch Stille, Urkraft und Gesang.

Ich orientiere mich gern an Weisheiten, die in allen großen Lehren gleich sind, wie hier aus dem Maya-Kalender zitiert:

Die höchste Wirkung im Leben wird nur mit der ‚Kraft des Herzens‘ erreichbar. In ihr sind die metaphysischen Kräfte versteckt. – Schöpferkraft ist die priesterliche, schamanische Kraft in jedem Menschen, die heute größtenteils verkümmert, degeneriert und meist wirkungslos ist. Ihre Wiederbelebung ist durch keine technischen Tricks oder esoterischen Illusionen möglich, sondern nur über gelebte Liebe, bedingungslose Liebe.

‚Herzen-Arbeit‘ ist mein eigener Anspruch. Ein freies Herz ist nicht manipulierbar. Ein tiefer Glaube in mir ist, dass ‚Liebe‘ die einzige Kraft ist, die wahrhaft heilt. – Mein Leben ist geprägt von sehr gegenteiligen Erfahrungen. Ich weiß um das liebende ebenso wie um das gebrochene Herz: eine tiefe seelische und körperliche Grenzerfahrung, die mich verändert hat.

Anderen Menschen kann ich daher Unterstützung geben, mit den verborgenen Wirkungen alter Erfahrungen umzugehen. Mir ist  bewusst, dass ein Mensch, der einen Schmerz trägt, seine Tür zur Welt geschlossen hält und seine Wahrnehmung zum größten Teil verzerrt ist.
In schamanischen Jahresgruppen, denen das Medizinrad-Wissen nordamerikanischer Stammeskulturen zugrunde liegt, gibt es Gelegenheit, die ‚Türen zur Welt‘ nach und nach wieder zu öffnen, der eigenen Sehnsucht nach sich selbst zu folgen. Durch reine Aufmerksamkeit lernen die Teilnehmer, dass Wind, Wasser, Bäume, Felsen, Ameisen, Fuchs usw. auf die inneren Fragen antworten. Ich bringe Interessierten die Einfachheit und Schönheit zeremonieller Handlungen näher, wodurch die eigene innere Stimme hör-, fühl-, erfahrbarer wird. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist das ‚Geraderücken‘ von essentiellen Herzensdingen, damit die Türen von innen wieder geöffnet und sowohl das Vertrauen als auch die Wahrnehmung so frei und unverzerrt als möglich sind.

Was mich glücklich macht, ist, mit vielen Menschen gemeinsam an der Großen Trommel zu singen, wenn Berührung zwischen den Seelen stattfindet und ein ‚Leuchten‘ durch die Gemüter zieht. Ich glaube daran, dass eine große Anzahl singender Menschen, die mit ihrer innersten Kraft verbunden sind, mit ihren Stimmen etwas bewirken können. – Hier kann man es schon mal üben -> in kleinen Kreisen und -> im größeren Rahmen.

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Einige Stationen meines Lebens

geboren in dieses Leben 1966
-> die zeremoniellen Dinge, die Stille und die Musik führen mich immer wieder in die Zeitlosigkeit … ein wahrer Jungbrunnen 🙂

Ausbildungen in Schulen, Universitäten (Dipl.-Ing.), Fabriken, am Fliessband, auf der Wiese, im Wald, am Gleitschirm, auf Segelschiffen, der Opernbühne… und in meinen Träumen

1991 Tibet-Reise: eine ‚Initiation ins Vertrauen‘ – mit einem chinesischen Fahrrad durch den Himalaya: von Lhasa, Tibet, über Rongbuk, dem höchstgelegensten Himalaya-Kloster, nach Kathmandu, Nepal

1991-1996 Aikido bei Richard Eberl und der französischen Aikido-Schule von Christian Tissier, Paris: Fallen und wieder aufstehen – lernen, zu fühlen, wann und welche Energie auf mich zukommt – sinnvoll umlenken – mitfließen, mit dem was ist – alles ist ein Tanz

1993-2016 Weg der Zeremonial-Medizin; Selbsterfahrung in indianischen Zeremonien; respektvolles Lernen im Gebrauch von Medicine-Werkzeugen verschiedener Traditionen wie der Navaho, Cherokee, Hopi…; 1994 Initial-Erfahrung an der Großen Trommel beim dreitägigen Singen und Trommeln im Rahmen einer kollektiven Zeremonie für über 200 Menschen; seit dem Verbundenheit zum europäischen Sonnen-/ Lebenstanz in La Val Dieu, Frankreich;
1996 spezielle Ausbildung zum Leiten von Schwitzhuetten, parallel dazu Schülerin des Medicine-Pfeifen-Weges, 1998-2015 Organisation von Seminaren mit Loon Schneider, Medicine-Lehrerin aus dem Lebenstanzkreis, für die Menschen im Raum Dresden und eigene Leitung von ausgewählten Heil-/ Gruppenzeremonien

Workshops bei Ältesten verschiedener Traditionen wie Malidoma Some, Burkina Faso, Afrika (Ahnen- und Ritualarbeit), Arapata TeMaari Aiono, Älteste aus Neuseeland (Frauenschoß-Arbeit) u.a.

seit 2002 Leitung von Schwitzhütten und einer offenen Singgruppe zur Großen Trommel: zeremonielles Liedersingen/ Vorbereitung für den Lebenstanz in Frankreich, später auch für den Blackfoot-Sonnentanz in Ostdeutschland

seit 2004 regelmäßige Meditations-Auszeiten, Erfahrungen von tiefer Stille

seit 2007 Erfahrungen mit Medizinmännern wie Devalon Small Legs; Blackfoot und Sojomfin, Ungarn; Unterstützung der von ihnen geleiteten Sonnentänzen in ihrer Tradition als Drumchief, Sängerin und für eigene Anliegen als Tänzerin

seit 2008 Sing- und Rhythmus-Projekte an der Großen Trommel sowohl in Schulen, Horten, Sondereinrichtungen für Gehörlose, körperbehinderte Kinder als auch in der medizinischen Fakultät der Universität Basel in der Forschung mit Studenten

seit 2013 eigene Seminarleitung und Initiierung von Mitsing-Konzerten

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Um wahrhaft über mich zu schreiben, dafür bin ich mir selbst zu nah. Es gibt einige Menschen von ‚meiner Sorte‘.  🙂  Möge abschließend Malidoma Some, Medizinmann aus Burkina Faso, Afrika, sprechen:

…die Menschen mit den Endziffern 1 und 6 in ihrem Geburtsjahr gehören zum Wasserclan. Es sind Menschen, die den Stamm zusammenhalten mit der Kraft des Wassers, die die Tropfen verbindet. Sie sind eng mit den Gefühlen verbunden und weinen mitunter auch die ungeweinten Tränen ihres Volkes. Das Schönste für diese Menschen ist, wenn Alle zusammen kommen, das ganze Dorf: singen und tanzen – ganz alltägliche und auch heilige Dinge tun.